14 Verletzte bei Explosionen an Bushaltestellen in Jerusalem | Freie Presse

Mindestens eine Person schwebt in Lebensgefahr, mehrere sind schwer verletzt – das ist die vorläufige Bilanz nach zwei Explosionen an Bushaltestellen in Jerusalem.

Tel Aviv.

Bei zwei Explosionen an Bushaltestellen im Großraum Jerusalem wurden mindestens 14 Menschen verletzt, teilte die Polizei mit. Nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes vom Mittwoch schwebte mindestens einer der Verletzten in Lebensgefahr, es gab mehrere Schwerverletzte. Die Polizei sprach von dem Verdacht eines kombinierten Angriffs. In der Vergangenheit kam es wiederholt zu Angriffen militanter palästinensischer Organisationen in Jerusalem.

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Die erste Explosion ereignete sich an einer Bushaltestelle am Stadtrand und verletzte elf Menschen. Kurz darauf gab es Berichte über eine weitere Explosion an einer Bushaltestelle in Ramot im Norden der Stadt. Dort versorgten Rettungskräfte drei Verletzte. Wegen der Explosion am Stadtrand sperrte die Polizei die Schnellstraße nach Tel Aviv. Die Suche nach den Verdächtigen dauere an, teilte die Polizei mit.

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Der israelische Abgeordnete Joav Ben-Zur von der strengreligiösen Shas-Partei sprach von „einer Rückkehr zu den Schrecken und den schwierigen und blutigen Tagen des zweiten palästinensischen Intifada-Aufstands“. Israels Abschreckungsmacht existiert kaum noch. „Jeden Tag erhebt der Terror sein Haupt“, sagte er.

Seit März sind in Israel 18 Menschen durch eine Terrorwelle getötet worden. Auch in diesem Jahr wurden mehrere israelische Zivilisten und Sicherheitskräfte bei Angriffen im Westjordanland getötet. Seit dem Frühjahr führt die israelische Armee auch größere Razzien im besetzten Westjordanland durch. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in diesem Jahr mehr als 140 Palästinenser im Zusammenhang mit Militäreinsätzen, bei Kämpfen oder bei eigenen Angriffen getötet. Es gibt auch vermehrt Berichte über Gewalttaten israelischer Siedler gegen Palästinenser, Aktivisten oder israelische Soldaten. (dpa)

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