7 Gründe, warum die deutsche Wirtschaft auch 2023 wachsen könnte

Berlin, 13. Januar – Energiekrise, Inflation, Lieferengpässe, steigende Zinsen, Krieg in der Ukraine: Die Risiken für die deutsche Wirtschaft sind im neuen Jahr sehr hoch. Allerdings könnte das Wachstum wieder ausreichen, auch wenn viele Ökonomen immer noch mit einer Abschwächung der größten Volkswirtschaft Europas rechnen. Das spricht für:

Gas Versorgung

Die Gasknappheitsangst vor einigen Monaten mit dramatischen Folgen für die deutsche Industrie wird unberechenbar – insbesondere für den kommenden Herbst/Winter. Die Lagertanks sind aufgrund niedriger Temperaturen noch zu 90 Prozent gefüllt. „Trotz aller verbleibenden Ungewissheit: Ich gehe nicht davon aus, dass in diesem Winter noch etwas schief gehen wird“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesnetzagentur, Klaus Müller. Jetzt rechnet er damit, dass die Lagertanks bis Ende dieses Winters zu mehr als 50 Prozent gefüllt sein werden. Dadurch wird die Verknappung in der kalten Jahreszeit 2023/24 geringer – auch wenn russische Pipelinelieferungen nach Europa komplett ausfallen und auch die Erdgasimporte zurückgehen, wie die Speichergruppe Ines betont.

Vollständige Dokumentation

Das deutsche Unternehmen litt zuletzt unter einer Verlangsamung des Neugeschäfts. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass ihre Dokumente zunehmen wie nie zuvor. Die Reichweite des Auftragsrückstands bis zu acht Monate – sie gibt an, wie viele Monate die Unternehmen bei unverändertem Umsatz ohne Neuaufträge theoretisch produzieren müssen, um die bestehenden Aufträge abzuarbeiten. „Neben hohen Energiepreisen für Industrieunternehmen bereitet die anhaltende Verknappung von Vorprodukten weiterhin Probleme bei der Auftragsabwicklung“, erklärte das Statistische Bundesamt, um ein Komfortpolster zu schaffen, auf das Unternehmen zurückgreifen können, wenn es weiterhin an neuem Geld mangelt. Das kann die Produktion stoppen.

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Liefermethoden reduzieren

Beschwerden aus der deutschen Industrie über Materialmangel sind im Dezember den dritten Monat in Folge zurückgegangen – und zwar deutlich. Darunter leiden immer noch 50,7 Prozent der Unternehmen, nach 59,3 Prozent im November, wie das Münchner Institut für Information in seiner Umfrage herausfand. „Die Engpassproblematik scheint sich mittlerweile in vielen Branchen zu zeigen“, sagt Ifo-Research-Chef Klaus Wohlrabe. “Das wird die Wirtschaft in den kommenden Monaten stützen.” Auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) geht davon aus, dass die Bestellungen nun leicht steigen könnten. „Leider lösen sich die Staus bei internationalen Frachtschiffen nur langsam auf, weshalb sich die Liefersituation langsam zu normalisieren beginnt“, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben.

Der Aktienmarkt hat sich erholt

Gegen den Konjunkturabsturz spricht auch eine positive Entwicklung an den Aktienmärkten, an denen Anleger versuchen, künftige Entwicklungen zu antizipieren: In dieser Woche hat der deutsche Leitindex Dax erstmals seit Februar 2022 wieder die 15.000-Punkte-Marke überschritten Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession hängt mit positiven Entwicklungen an den Finanzmärkten zusammen: Die Aktienkurse haben sich weiter erholt und die Kreditrisikoprämien für Unternehmen sind wieder gesunken”, so das Institut für Makroökonomie und Forschung (IMK). , in der Nähe der Gewerkschaften.

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STAATLICHE UNTERSTÜTZUNG

Gas- und Strompreisstopps werden dieses Jahr in Kraft treten. Dadurch wird der Preis für den Grundanteil von Privathäusern von 80 Prozent des geschätzten Verbrauchs auf zwölf Cent subventioniert. Zweistellige Inflationsraten sollen der Vergangenheit angehören, hofft IMK-Direktor Sebastian Dullien. All dies kann den privaten Konsum und damit die Wirtschaft insgesamt stützen. Die meisten Ökonomen prognostizieren einen deutlichen Rückgang der Inflationsrate, die 2022 um 7,9 Prozent so hoch sein wird wie noch nie seit Bestehen der Bundesrepublik. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) rechnet mit einem Rückgang auf 5,4 Prozent.

Verbraucher einkaufen

Mit steigenden Ausgaben im vergangenen Jahr sind die Verbraucher zuversichtlich, dass die Wirtschaft trotz aller Krisen wachsen kann. Ein Grund dafür dürften die zusätzlichen Einsparungen von 200 Milliarden Euro sein, die während der Corona-Pandemie angesammelt wurden. „Die Kaufkraft ist da, Löhne und Gehälter werden gezahlt“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth. Auch das könnte die Rezession dämpfen, zumal viele Tarifverträge die Löhne zum Teil deutlich steigen lassen. Etwa 3,9 Millionen Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie erhalten beispielsweise in zwei Schritten 8,5 Prozent mehr Geld und eine Einmalzahlung von 3.000 Euro netto.

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OFFIZIERSMARKT

Trotz aller Krisen erweist sich der Arbeitsmarkt als stark. Die Zahl der Beschäftigten liegt derzeit auf einem Rekordhoch von 45,9 Millionen. Im Gesamtjahr 2022 wuchs sie um durchschnittlich 589.000 oder 1,3 Prozent, weil vor allem Dienstleister wie Geschäfte und Läden auch nach Abklingen der Corona-Pandemie noch mehr Menschen beschäftigen. Die ifo Hochschule freut sich auf weiteres Wachstum in diesem und im nächsten Jahr. Das sorgt für Arbeitsplatzsicherheit, die Voraussetzung für Wachstum in der privaten Nutzung ist. Das sind gut zwei Drittel der deutschen Wirtschaftsleistung.

Hintergrund: 7 Gründe, warum die deutsche Wirtschaft auch 2023 noch wachsen kann

Quelle: Reuters

Symbolfoto: Bild von Michael Bußmann auf Pixabay

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