Beobachtungstipps im Januar 2023: Venus im Aufwärtstrend

Quecksilber steht am 7. Januar in unterer Konjunktion. Es bewegt sich zwischen Erde und Sonne und ist daher am Tageshimmel nicht zu beobachten. Bis Ende des Monats nimmt seine westliche Elongation, also der Winkelabstand zur Sonne, zu. Am 30. Januar erreicht dieser Winkelabstand einen Maximalwert von 25 Grad. Trotz der flachen Ekliptik ist die Morgensicht akzeptabel. Der Planet ist am besten zwischen dem 20. und 31. Januar um 07:30 Uhr MEZ zu sehen. Zu dieser Zeit steht sie etwa sechs Grad über dem südöstlichen Horizont, während die Sonne sechs Grad darunter steht, also beginnt die bürgerliche Dämmerung. In den letzten Tagen des Monats erreicht Merkur mit -0,1 mag seine größte scheinbare Helligkeit, wodurch er etwas leichter zu erkennen ist. Der Mond wird ihm jedenfalls nicht helfen, ihn zu finden.

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Venus tauchte Ende Dezember schüchtern am Abendhimmel auf; im Januar bildet er dank der Ekliptik, die sich abends steil bis zum Horizont erstreckt, viel Land. Bis Ende des Monats, zum Ende der bürgerlichen Dämmerung gegen 17:50 Uhr MEZ, klettert es auf mindestens 13 Grad. Mit seiner scheinbaren Helligkeit von -3,9 mag ist er als Abendstern sehr gut im Südwesten zu sehen. Für Teleskopbeobachter hat die 11 Bogensekunden kleine, zu 91 Prozent beleuchtete Scheibe der Venus jedoch nichts zu bieten. Die Abendsichtbarkeit der Venus wird sich in den kommenden Monaten sehr günstig entwickeln und ihren Höhepunkt zwischen April und Juni erreichen. Anfang März wird es eine enge Begegnung mit Jupiter geben. Im Januar ist es sogar noch weiter östlich; stattdessen wird Venus am Abend des 23. Januar zu Saturn und dem Mond stoßen. Der schlanke, zwei Tage alte Halbmond liegt 4,5 Grad südöstlich, und der 0,9 mag große Ringplanet liegt knapp ein Grad westlich der Venus.

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Mars, im Vormonat in Opposition, stoppt am 12. Januar im Sternbild Stier und beendet damit seine Oppositionsschleife: Fortan bewegt er sich wieder im Uhrzeigersinn über den Himmel, also relativ zu den Fixpunkten nach Osten. Wir finden ihn in der Nähe des Golden Gate der Ekliptik: zwischen den Sternhaufen Hyaden und Plejaden (siehe „Mond und Mars im Stier“). Seine scheinbare Helligkeit sinkt im Laufe des Monats von -1,2 auf -0,2 mag. Es wird am besten in der ersten Nachthälfte beobachtet; Die Spitzenzeiten reichen von 22:02 Uhr MEZ am Ersten des Monats bis 20:10 Uhr am 31. Januar. Im Teleskop schrumpft die Marsscheibe im gleichen Zeitraum von 14,6 auf 10,7 Bogensekunden – die Beobachtungssaison neigt sich also bereits dem Ende zu. Der Mond wird den Mars im Januar zweimal passieren: am 3. Januar (nur etwa 40 Bogenminuten südlich entfernt) und vom 30. bis 31. Januar.

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