China verhängt die nächsten Lockdowns

ichIn China dämpft eine neue Infektionswelle die Hoffnung auf ein baldiges Ende der radikalen Null-Covid-Politik. Für Sonntag wurden rund 26.000 Neuinfektionen gemeldet, fast so viele wie beim bisherigen Jahreshöchststand Mitte April. Ein Regierungssprecher bezeichnete die Lage als „düster“.

Vor allem Anleger an den Finanzmärkten hatten zuvor gehofft, dass die Regierung nicht zu dem im Frühjahr verhängten Lockdown zurückkehren würde, der ganze Städte wochen- oder monatelang lahmgelegt hatte, etwa im 26-Millionen-Einwohner-Shanghai.

Auch in Zukunft scheint China die Strategie zu verfolgen, Infektionsketten durch harte Lockdowns zu unterbrechen. Nachdem am Montag in Peking 962 Neuinfektionen gemeldet wurden, doppelt so viele Fälle wie eine Woche zuvor, befindet sich die Stadt praktisch im Lockdown. In vielen Stadtteilen sind die Schulen bis auf Weiteres geschlossen.

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Spekulationen um Corona-Infektion bei Xi Jinping

Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben oder zumindest ihre Bewegungsfreiheit stark einzuschränken. Ein Sprecher der Stadtregierung sagte am Montag, dass Menschen, die in Peking ankommen, sich in den ersten drei Tagen ihres Aufenthalts täglich testen lassen und die Ergebnisse abwarten müssen, bevor sie ihre Häuser oder Unterkünfte verlassen dürfen. Chinas zweitgrößte Stadt stehe vor der schwierigsten Situation seit Beginn der Pandemie, sagte der stellvertretende Direktor der Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten der Stadt, Liu Xiaofeng. Dort wurden am Wochenende insgesamt drei Todesfälle gemeldet.

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Auch in anderen Städten, etwa im Süden von Guangzhou, sind ganze Stadtteile abgeriegelt. In Shijiazhuang, der Hauptstadt von Pekings Nachbarprovinz Hebei, wurden zusätzlich zum Lockdown wieder Massentests eingeführt, nachdem die Stadt die Tests der Allgemeinbevölkerung in einem Pilotprojekt bis vor wenigen Tagen ausgesetzt hatte. China hat gegen mehrere Ausbrüche gekämpft, von Zhengzhou in der zentralen Provinz Henan bis Chongqing im Südwesten.

Einige Tage zuvor hatten Ankündigungen der Nationalen Gesundheitsbehörde, dass Lockdown-Maßnahmen ergriffen würden, vielen Menschen Hoffnung gegeben. Gleiches gilt für Präsident Xi Jinping, der bei mehreren Gipfeln in Asien erstmals seit drei Jahren ohne Gesichtsmaske auftrat, etwa beim Treffen der G-20-Staaten auf Bali.

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Bei der Konferenz der asiatisch-pazifischen Wirtschaftskooperation (APEC) in Bangkok stand Xi ohne Maske neben dem Hongkonger Premierminister John Lee, der nach seiner Rückkehr positiv auf Covid getestet worden war. Nun kursieren Spekulationen, dass sich auch Xi beim Apec-Gipfel mit dem Virus angesteckt haben könnte.

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