DAX rutscht ins Minus: Die 15.000 wackelt schon wieder


Marktbericht

Stand: 25.01.2023 12:35 Uhr

Die runde Tausendermarke ist derzeit der Dreh- und Angelpunkt des deutschen Börsenbarometers. Nach zögerlichem Start haben sich nun mehr Anleger entschieden, zunächst Gewinne mitzunehmen.

Der DAX notierte am Nachmittag bei 15.040 Punkten. Nach anfänglichen kleinen Kursgewinnen rutschte der Index um 0,3 Prozent ins Minus. Gestern schloss der DAX mit 15.093 Punkten deutlich über der Benchmark von 15.000 Punkten. Darunter ist der Index heute schon seit einiger Zeit gefallen.

Besonderheiten werden nicht gefördert

An der Wall Street schloss der Dow-Jones-Index am Abend leicht höher; Die US-Technologiebörse Nasdaq verzeichnete einige Verluste. Anleger reagierten unterschiedlich auf die nach Börsenschluss veröffentlichten Geschäftszahlen des Technologieunternehmens. US-Futures deuten derzeit auf einen schwachen Start der Wall-Street-Börsen in New York hin.

Der Index stieg wie erwartet

Auch die aktuellen Daten zum deutschen Geschäftsklima konnten die Stimmung am Morgen nicht aufhellen. Der sterile Geschäftsklimaindex stieg im Januar auf 90,2 Punkte nach 88,6 Punkten im Vormonat, wie das Münchner Sterilisationsinstitut mitteilte. Volkswirte von Reuters hatten mit einem Anstieg in dieser Größenordnung gerechnet. Allerdings sind die Befragten mit dem laufenden Geschäft nicht zufriedener als im Dezember. Andererseits stiegen die Erwartungen für die nächsten sechs Monate. ifo-Chef Clemens Fuest sagte: „Die deutsche Wirtschaft startet mit mehr Zuversicht ins neue Jahr.

Mit Blick auf die Konjunkturaussichten dürften es deutlich weniger sein als von den Behörden zunächst befürchtet, kommentierte Chefvolkswirt Alexander Krüger von der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank: „Das Rezessionsrisiko ist größer geworden.“

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Aufnahme von unten im Bau

Die Auftragseingänge in der deutschen Bauwirtschaft gingen im November gegenüber Oktober um 5,6 Prozent zurück. Das teilte das Statistische Bundesamt am Vormittag mit. Im Vergleich zum November 2021 gingen die Bestellungen real um 12,7 Prozent zurück. Hohe Baukosten und höhere Zinsen belasten die Nachfrage.

Wirtschaftsupdate vom 25.01.2023

Bettina Seidl, Personalabteilung, 25.1.2023 09:49 Uhr

Der Euro bleibt unter 1,09 $

Äußerungen der Europäischen Zentralbank (EZB), dass weitere Zinserhöhungen in der Eurozone bevorstehen, stärken die europäische Gemeinschaftswährung. Am Mittag hält der Euro 1,0870 US-Dollar und setzt damit seine Aufwärtsbewegung fort, die nun seit einigen Wochen andauert.

Öl vor den Spitzentagen der Aktien

Ein Barrel Nordseesorte Brent kostet derzeit 86,50 Dollar, rund ein halbes Prozent mehr als gestern. Auf dem Ölmarkt schauen Marktteilnehmer heute auf neue Speicherdaten aus den USA, die die Preise ständig in die Höhe treiben. Letzte Nacht meldete das American Petroleum Institute (API) einen weiteren Anstieg, aber nicht so stark wie in den Wochen zuvor. Am Nachmittag wird das Energieministerium seine wöchentlichen Daten veröffentlichen.

Daimler Trucks an der Spitze des DAX

Die Zahl der Gewinner im Leitindex ist in den vergangenen Stunden deutlich zurückgegangen. Größter DAX-Gewinner war die Daimler-Truck-Aktie, die am Vortag nach überraschend starken Handelszahlen des US-Autobauers Paccar gehoben wurde. Paccar-Aktien stiegen gestern um fast 9 Prozent auf ein Rekordhoch.

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Die Chipindustrie betrachtet ASML

Die Aktien des Chipkonzerns Infineon hingegen sind nach Zahlen des niederländischen Konkurrenten ASML leicht im Minus. Nach einem überraschend starken Quartalsergebnis hat ASML starkes Wachstum für 2023 angekündigt. Der Nettogewinn stieg im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1,82 von 1,77 Milliarden Euro, der Umsatz betrug 6,43 Milliarden Euro in Europa.

Die MTU will elektrische Flugturbinen bauen

Der Münchener Ingenieur MTU Aero rechnet damit, das Elektroflugzeug bereits Mitte der 2030er Jahre auf den Markt zu bringen. Die elektrische Fortbewegung beim Fliegen hängt von der Brennstoffzelle ab, die aus Wasserstoff und Sauerstoff Strom für die Turbine erzeugt, so Vorstandschef Lars Wagner gegenüber dem „Münchener Merkur“. „Wir streben Brennstoffzellenantriebe für Flugzeuge an, die 50 bis 100 Passagiere über 1.000 Seemeilen befördern können – das sind 1.800 Kilometer. Das reicht für etwa drei Drittel aller europäischen Strecken“, sagte Wagner.

Rheinmetall hat eine hohe Bilanz

Hoch sind auch die Aktien des Rüstungskonzerns Rheinmetall. Angesichts der großen Panzerintegration für die Ukraine sind die Titel auf ein Rekordhoch von 232 Euro gestiegen, zuletzt um 1,5 Prozent auf 226,50 Euro. Die Bücher des Rüstungselektronikherstellers Hensoldt stiegen um 2,1 Prozent auf den höchsten Stand seit April 2022. Analyst Sven Weier von der UBS Bank schrieb, dass die Aktie bereits begonnen habe, im aktuellen Szenario im Rheinmetall-Kurs einzupreisen.

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Neue US-Klage gegen Google

Die US-Regierung hat den Internetkonzern Google wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens verklagt. Googles Dominanz in der digitalen Werbung schade Verbrauchern und Werbetreibenden, sagte Generalstaatsanwalt Merrick Garland gestern Abend. Das Unternehmen will seine Machtposition nutzen, um Konkurrenten aufzukaufen und Werbetreibende zur Nutzung von Google-Produkten zu zwingen, indem es den Zugang zu konkurrierenden Angeboten erschwert. Acht US-Bundesstaaten haben sich der in Virginia eingereichten Klage angeschlossen.

Microsoft mit weniger Gewinn

Zahlen des Softwareriesen Microsoft sorgten gestern Abend nach US-Börsenschluss für Aufsehen. Wegen hoher Kosten und Rezessionsängsten verdiente der Konzern zum Jahresende deutlich weniger. In den drei Monaten bis Dezember fiel der Nettogewinn gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent auf 16,4 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf 52,7 Milliarden US-Dollar. Insgesamt lagen die Quartalszahlen im Rahmen der Erwartungen und die Aktie legte im nachbörslichen Handel zu.

Easyjet verspricht wieder Gewinn

Anteile am Billigflieger Easyjet liegen bei bis zu 10 Prozent. Nach drei verlustreichen Jahren in der Corona-Krise rechnet die Airline für das Gesamtjahr mit einem Gewinn, der höher ausfallen dürfte als bisher an der Börse erwartet. Trotz der unsicheren Wirtschaftslage werde easyjet dank der hohen Nachfrage die Marktprognosen von 126 Millionen Pfund (143 Millionen Euro) Betriebsgewinn übertreffen, teilte die Airline mit. Wie Easyjet haben auch Ryanair und Eurowings einen rasanten Anstieg der Buchungen im Januar gemeldet.

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