Einzelhandel sorgt sich um Kaufzurückhaltung

Foto: Bürofachmarkt, via dts Nachrichtenagentur

Berlin (Deutsche Presse-Agentur) – Der Einzelhandel befürchtet angesichts der Energiekrise große Umsatzeinbußen und Rekordumsätze. Stefan Genth, Geschäftsführer des Handelskonzerns HDE, sagte der „Bild am Sonntag“: „Die Verbraucher halten sich in der aktuellen Energiekrise mit Energie zurück. Der Handel bekommt die Kaufzurückhaltung deutlich zu spüren.“

Steigende Energiepreise und eine höhere Inflation sorgen für mehr Unsicherheit. Als “Hoffnungsschimmer” bezeichnete Genth die angekündigten Hilfsmaßnahmen. „Aber die Zeit drängt. Gerade beim geplanten Feuer- und Gaspreisstopp müssen wir schnell und mit konkreten Details vorankommen.“

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Auch die Hotel- und Restaurantgruppe ist betroffen. „Seit Monaten erlebt unser Unternehmen eine unerwartete Preisexplosion“, sagte Ingrid Hartges, Geschäftsführerin der Hotel- und Restaurantgruppe Dehoga, der „Bild am Sonntag“. Kostensteigerungen für Lebensmittel, Energie und Arbeitskraft seien noch nicht vollständig bei den Verbrauchern angekommen, so Hartges weiter.

“Zeigen Sie unsere Daten: Um Umsatzeinbußen zu vermeiden und Kunden zu gewinnen, geben die meisten Hotels und Restaurants die gestiegenen Kosten nur teilweise an ihre Gäste weiter.” Aber klar ist: „Die Unternehmen werden das nicht durchhalten können. länger, ohne durch Rutschen in die roten Zahlen zu gehen.” Hartges fordert, dass die Bundesregierung die Gasrechnung so schnell wie möglich stoppen muss. “Eine Parallele zum angekündigten Strompreisstopp.”

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In weiten Teilen des Landes gingen Arbeiter der Metall- und Elektroindustrie (3,9 Millionen Beschäftigte) am Wochenende für mehr Löhne auf die Straße. Jörg Hofmann, Vorsitzender der IG Metall, begründete die Streiks gegenüber „Bild am Sonntag“ mit dem Zusatz: „Während die Unternehmen höhere Preise oft in den Preisen weitergeben, sind die Beschäftigten dem zusätzlichen Hammer ausgeliefert.“ Hofmann forderte „Turbolohn“, sonst drohen Wohlstandseinbußen“. Auch die INSA-Umfrage zeigt die Kaufzurückhaltung der Deutschen: Jeder Zweite (46 Prozent) will zu Weihnachten sparen, 79 Prozent davon bei Geschenken.

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Mehr als jeder Dritte (36 Prozent) befürchtet, dass er seine Rechnungen diesen Winter nicht bezahlen kann. Die Ideenschmiede hat am 28. Oktober 2022 für die „Bild am Sonntag“ 1.004 Personen befragt.

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