Gegen Fifa-Verbot: DFB-Team hält sich beim Mannschaftsfoto den Mund zu

Sport WM-Spiel gegen Japan

Beim Mannschaftsfoto hält sich die deutsche Nationalmannschaft demonstrativ den Mund zu

Deutschlands Auftaktniederlage gegen Japan – Video-Highlights

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich zum Auftakt der WM gegen Japan lächerlich gemacht. Trotz des Führungstreffers und zahlreicher Chancen brachte Deutschland das Spiel in nur acht Minuten völlig außer Kontrolle. Höhepunkte im Video.

Unmittelbar vor dem WM-Spiel gegen Japan hat die deutsche Nationalmannschaft ein Signal an die FIFA gesendet. Nachdem Kapitän Manuel Neuer das Tragen der „One Love“-Armbinde verboten wurde, hielten sich die Spieler für ein Mannschaftsfoto den Mund zu.

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INVor dem Start ihres ersten WM-Gruppenspiels gegen Japan hat die deutsche Nationalmannschaft im Streit mit dem Weltfußballverband FIFA ein Zeichen gesetzt. Kapitän Manuel Neuer hat nach Drohungen der FIFA auf das Tragen der “One Love”-Armbinde verzichtet, wurde bekannt gegeben. Stattdessen trug er am Mittwoch im Khalifa International Stadium in Al Rajan eine von der FIFA designierte “No Discrimination”-Armbinde, die sich gegen alle Formen der Diskriminierung wehren soll. Allerdings nutzte das Team die Zeit zwischen Hymne und Spielbeginn für eine klare Symbolik.

Nachdem sich die Spieler für ein Mannschaftsfoto aufgestellt hatten, bedeckten sie gemeinsam mit der rechten Hand ihren Mund. Ein Protest gegen das Vorgehen des Weltverbandes und indirekt auch des Gastgebers der WM in Katar. FIFA-Präsident Gianni Infantino war Zeuge des Protests in Deutschland. Der Schweizer gehörte zu den Ehrengästen im Stadion – zwei Tage nach dessen Aufstellung verschärfte sich der Streit um die Kapitänsbinde „One Love“.

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Die Armbinde gilt als Zeichen von Freiheit, Toleranz und Gleichberechtigung, die FIFA hat ihre Verwendung am Montag kurzzeitig verboten. Anders als Engländer, Dänen und Niederländer, die ihre angekündigten Verpflichtungen und andere Symbole aufgegeben haben, hat sich das DFB-Team zumindest öffentlich geäußert. Bundesinnenministerin Nancy Fazer (SPD) trug auf der Tribüne das Stirnband.

Armband: Ministerin Nancy Feather spricht mit FIFA-Präsident Gianni Infantino

Armband: Ministerin Nancy Feather spricht mit FIFA-Präsident Gianni Infantino

Quelle: REUTERS

Birhof bittet um Verständnis

„Die FIFA arbeitet mit Einschüchterung und Druck, das muss man erst einmal erklären“, sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf in der ARD. „Ich stehe zu allem, was ich zu den Menschenrechten gesagt habe. Wir sind gegen die FIFA, es ist sehr wichtig, dass dies deutlich wird. Wir müssen darüber nachdenken, welche Schlüsse daraus gezogen werden können.”

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In einer Debatte nur wenige Stunden vor dem Anpfiff der WM in Deutschland forderte DFB-Geschäftsführer Oliver Bierhoff aus der Heimat mehr Verständnis für die Spieler. „Schließlich werden Spieler immer wieder kritisiert. Natürlich tut es an der einen oder anderen Stelle weh, weil man denkt: Wann reicht es und wann kann ich mich auf die WM konzentrieren“, sagte Bierhoff am Mittwoch in der „ARD“.

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Viele kritische Reaktionen aus Deutschland würden die Spieler auf Trab halten, sagte der 54-Jährige. Schließlich sei dieses Thema “schon vor einem Jahr sehr ernst genommen worden”, betonte Bierhoff. Vor der WM in Katar wurden Gespräche mit Menschenrechtsorganisationen und Opfern geführt, ein Symposium abgehalten und eine Million Euro für Nepal gespendet. Dass die Fifa die Aktion aus gutem Grund eingestellt habe, sei ein “schwerer Schlag”.



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