“Konstruktive Gespräche”: Lufthansa treibt Übernahme von Ita Airways voran

“Praktische Kommunikation”
Lufthansa setzt die Übernahme von Ita Airways fort

Ita Airways ist aus der insolventen Alitalia hervorgegangen und befindet sich derzeit zu 100 % im Besitz des italienischen Staates. Lufthansa ist am Umbau der Airline interessiert und arbeitet an einer Übernahme. Unklar ist allerdings, wie viele Anteile an die deutsche Airline gehen könnten.

Nach Informationen aus Rom befinden sich Ita Airways und Lufthansa noch in guten Verhandlungen über einen möglichen Einstieg von Deutschen bei der italienischen Airline. Der Nachfolger des Traditionsunternehmens Alitalia sagte: „Ita Airways setzt die guten und konstruktiven Beziehungen zu Lufthansa fort.“ Der Konzern aus Frankfurt sei vom italienischen Finanzministerium – dem derzeitigen Eigentümer von Ita – als möglicher Partner ausgewählt worden, „mit dem alleinigen Ziel, das profitable Wachstum des Unternehmens zu erreichen“, sagte er.

Lufthansa hatte bereits Anfang des Jahres gemeinsam mit der Reederei MSC versucht, Ita zu erwerben. Nach monatelangen Verhandlungen entschied sich die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi zunächst für das Angebot aus dem US-Certares-Fonds. Weitere Gespräche mit den Amerikanern scheiterten im Herbst jedoch, sodass die Lufthansa – fortan ohne MSC – wieder in die Bücher von Ita Airways schauen konnte. Laut Medienberichten waren Manager des Kranunternehmens in der vergangenen Woche zu Gesprächen in Rom.

Meloni will den Schwung beibehalten

Zentrales Thema der Verhandlungen ist dem Vernehmen nach, wie viele Ita-Anteile an die Lufthansa gehen können und was Rom künftig haben wird. Allein aus ideologischen Gründen dürfte die rechtsgerichtete Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni darum kämpfen, ihren Einfluss so weit wie möglich aufrechtzuerhalten.

Auch Ita Airways gab seine Pläne für die nächsten Monate bekannt, in denen unter anderem 1.200 Mitarbeiter – etwa Piloten und Flugbegleiter – eingestellt werden sollen. Zudem soll die Flotte von derzeit 65 Flugzeugen auf 104 erweitert werden. Im kommenden Jahr sollen laut Plan neun Langstreckenflugzeuge hinzukommen. In diesem Fall spricht die Airline von „hervorragenden Ergebnissen“ trotz der schwierigen Weltlage, etwa wegen des Krieges in der Ukraine.

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