Milliardenpaket: Studie: So könnte Deutschland Inflation und Energiekrise in den Griff bekommen | Nachricht

• Denkfabrik Agora schlägt 92-Milliarden-Euro-Paket vor
• Das Paket kann finanziell völlig autark sein
• Aktionspaket mit Dreifachwirkung

Die Denkfabrik Agora Energiewende hat einen Vorschlag für ein Anti-Inflationspaket vorgelegt, das Deutschland dabei helfen könnte, zwei Probleme gleichzeitig anzugehen: die Krise der fossilen Energieträger und fehlenden Klimaschutz. Obwohl die Kosten dieses Programms Milliarden betragen, kann sich das Maßnahmenpaket auszahlen.

92 Milliarden Euro zur Eindämmung der Energiekrise

Insgesamt 92 Milliarden Euro soll die Regierung laut Agora Energiewende-Vorschlag für ein Anti-Inflationspaket ausgeben. Mit diesem Geld sollen einerseits die Produktionskapazitäten deutlich ausgebaut und klimaneutrale Technologien implementiert sowie bürokratische Hürden abgebaut werden.

Über einen Zeitraum von 15 Jahren werden die ausgegebenen Milliarden von Dollar jedoch durch potenziell enorme Einsparungen bei Öl- und Gasimporten ausgeglichen. Experten schätzen das Einsparpotenzial in diesem Bereich auf 160 Milliarden Euro. Vor diesem Hintergrund „würde sich ein solches Maßnahmenpaket durch die Einsparung fossiler Energieimportkosten vollständig selbst finanzieren.“

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Die derzeitigen Maßnahmen gehen nicht weit genug

Die Maßnahmen der Bundesregierung zielen Experten zufolge eher darauf ab, Haushalte und Industrie schnell zu entlasten. Angesichts der stark gestiegenen Preise sei dies auch „richtig und wichtig“. Aber um die Energiekrise zu überwinden, braucht es auch die notwendigen Investitionen, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu beenden.

Simon sagt: „Mit Energieeffizienz, erneuerbaren Energien und dem kontinuierlichen Einstieg in die Kreislaufwirtschaft können wir fossile Energieimporte dauerhaft ersetzen und bezahlbare Energiepreise garantieren. Unser Maßnahmenpaket wirkt dreifach. Es hat – für Klimaschutz und Energiesicherheit und.“ gegen die Inflation.” Müller, Leiter der Deutschen Agora Energiewende.

Investitionen sollten entsprechend verteilt werden

15 der 92 Milliarden Euro werden laut Agora für die Energieübertragung benötigt. Zwei Drittel des Geldes sollen in den Aufbau von Produktionskapazitäten fließen, das restliche Drittel in die Stärkung der Belegschaft sowie der Planungs- und Genehmigungsbehörden.

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Der zweitgrößte Sektor soll mit 20 Milliarden Euro in die Energiewirtschaft fließen. Experten zufolge soll dieses Geld verwendet werden, um Investitionen in erneuerbare Energien sicherzustellen, das Strom- und Wasserstoffnetz auszubauen, die Offshore-Industrie zu unterstützen und einen intelligenten Betrieb und Netzflexibilität zu schaffen. Außerdem wollen sie sich langfristige Stromlieferverträge sichern.

Der mit 30 Milliarden Euro größte Teil des Anti-Inflationspakets soll die sozial gerechte Verbreitung von CO2-freiem Heizen in Wohnungen fördern, heißt es in der Studie weiter. Mit den Mitteln werden insbesondere die Renovierung und der Austausch von Heizungen, insbesondere für einkommensschwache Haushalte, gefördert.

Auch die Industrie soll einen Teil des Milliardenpakets erhalten. Agora schlägt vor, 15 Milliarden Euro für ein spezielles Förderprogramm zur Verfügung zu stellen, um Investitionen in Wärmepumpen, Elektrodenkessel und Energieeffizienztechnologien wie die Nutzung von Abwärme oder fortschrittliche Sortier- und Recyclingtechnologien zu tätigen Darüber hinaus sind weitere Mittel zur Finanzierung von Klimaschutzabkommen für die Stahl-, Chemie- und Zementindustrie vorgesehen.

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Die verbleibenden 12 Milliarden Euro sind schließlich für die „Sicherheit von Energieimporten und die Unterstützung der globalen Transformation“ vorgesehen. Auf diese Weise kann eine rasche Steigerung der Importe von grünem Wasserstoff finanziert und gleichzeitig internationale Klima- und Energiepartnerschaften gestärkt werden.

„Wir brauchen jetzt eine strategische Korrektur, um Zukunftstechnologien hochzuskalieren“, betont Müller. Nur so können wir unsere wirtschaftliche Position sichern und das Land stärker in eine neue Energiezukunft führen.“ „Jedes Windrad, jede PV-Anlage und jede Wärmepumpe bringt uns der Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten einen Schritt näher und sorgt dafür, dass sich Deutschland und Europa als zentraler Markt für Zukunftstechnologien etablieren.“

finanzen.net-Redaktion

Bildnachweis: ponsulak / Shutterstock.com, rzoze19 / Shutterstock.com

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