Sylt: Bücherstube Keitum: Niveauvolle Bücher als Lebensinhalt

Sylt

Ein großes Herz für Bücher und Literatur




Hildegard Steiner-Schwarz hat kürzlich im Schaufenster ihrer Keitumer Bibliothek Bücher über Flüsse ausgestellt.

Hildegard Steiner-Schwarz hat kürzlich im Schaufenster ihrer Keitumer Bibliothek Bücher über Flüsse ausgestellt.

Foto: Angelika Hillmer / HA

Hildegard Steiner-Schwarz betreibt seit 43 Jahren das Bücherregal Keitum und berät Kunden eins nach dem anderen.

Keitum “In einer Werkstatt müssen alle Register des Lebens gezogen werden.” Das sagt Hildegard Steiner-Schwarz, die mehr ist als eine Buchhändlerin mit Herz: ihres Keitums Brustbuch lang von einem Sylter Institution. An der Wattenküste gelegen, gibt es nur wenige ankommende Kunden. Aber Literaturfreunde, die zum guten Lesen von Hörnum bis List und auch vom Festland nach Keitum fahren.

Seit 43 Jahren führt Schwarz seine Büchertruhe: „Das Buchgeschäft ist der interessanteste Beruf, den ich mir vorstellen kann“, sagt er. In Ihrem Geschäft finden Sie keine Bestseller oder Strandlektüre, sondern handverlesene Bücher. Viele richten sich an die allgemeine Bildung, während andere auf die speziellen Bedürfnisse der Kunden eingehen. „Hier sind viele Talente vertreten“, sagte der 90-Jährige. Für Ärzte, Anwälte oder Handwerker muss etwas dabei sein.

Seit zehn Jahren erfüllt sie mit ihrem vor vier Jahren verstorbenen Mann Helmut höchste Ansprüche. Zu seinen Kunden gehörten Rudolf Augstein, Henri Nannen, Fritz Raddatz, Axel Springer und Richard von Weizsäcker. Die Grande Dame der Bücher sieht sich in ihrem Laden um: „Jetzt ist er leer, ausverkauft“, klagt sie und deutet auf ein paar kleine Lücken in den Regalen. Nächste Woche komme der Markt, danach werde er Neuerscheinungen kaufen, sagte er, und er habe eine Buchidee parat: „Das Schriftstellerschloss“ aus dem Verlag HC Beck. Er arbeitet eng mit Ihnen zusammen.

Sylt: Ihre Liebe zu Büchern begann schon als Kind

Wenn es um die Bücher geht, lebt Steiner-Schwarz: „Ausgehend von den Nürnberger Prozessen von 1946 zeichnet das Buch die Geschichten der beteiligten Personen nach, die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs. Vor allem junge Menschen sollten dies lesen. Damit unsere Die Geschichte vergisst nicht, dass das Buch bald hier zusammengetragen wird“, sagte er über die Neuerscheinung. Sein Körper habe ein Faible für Philosophie. Und für Geschichte. Und für Wörterbücher. „Ich habe viele Prioritäten“, sagte Schwarz lächelte.





Er ist im Ruhrgebiet aufgewachsen, mit Büchern. “Mein Vater ist Journalist. Ich lese Zeitung, seit ich vier Jahre alt bin.” Kann nicht aufhören zu lesen. Der Friese hat mit seinem Studium der Linguistik und Literaturwissenschaft in Essen und Bochum „den Weg zum Buchhändler eingeschlagen“. Aber es tut viel mehr, als nur mit Büchern zu handeln: Wie in einem Modegeschäft mit Maßkonfektion empfiehlt es dem Kunden die passende Lektüre. Die meisten Gäste kennt er persönlich, da er viele Stammkunden hat. Einige sind Freunde geworden.

Sylt hat sich vom Erholungsort zum Arbeitsplatz gewandelt

Hildegard Steiner-Schwarz war eine Schülerin von Rudolf Steiner, ebenso seine Tochter, eine Literaturkritikerin. Eigentlich wollte er in Dortmund eine Buchhandlung eröffnen, doch es war zu spät: Die ausgewählte Verkaufsfläche wurde vor wenigen Stunden vergeben. Das Schicksal spülte sie ans Ufer. „Mein Mann hat als Kind seine Ferien bei seiner Mutter auf Sylt verbracht, er hat hier Verwandte.“ Auch auf Sylt habe sich das Paar vor dem Umzug auf die Insel oft erholt – „wir haben hier Eigentum“.

Als Steiner-Schwarz vor 43 Jahren in Dortmund mit der verpassten Chance der ausgewiesenen Geschäftsfelder zu kämpfen hatte, schlug ihr Mann ihr vor, ihre Batterien auf Sylt aufzuladen. Die beiden entdeckten in Keitum ein fast fertiges Gebäude mit Geschäften im Erdgeschoss. Wir haben die Ladenfläche gefunden, nach der Sie sich gesehnt haben. Ein „Laden am Ende von Sylt“, wie Schwarz es nennt. Mit Konzerten, Vorträgen und Lesungen macht er auf seine Literatur aufmerksam. Und wurde bald auf dem Gebiet der Weisheit bekannt.


Er setzt nicht auf hohen Kundenverkehr in seinem Fachgeschäft, sondern verkauft seine Qualitätsbücher an Literaturinteressierte. Auch Hotelbetreiber und Vermieter nutzen das Wissen des begeisterten Verkäufers und organisieren die Bibliotheken. Unter den Geschäftsräumen hat sie ein gut sortiertes Antiquariat.

Sylt: Auch Kunden vom Festland kommen in die Buchhandlung

Um 2010 wurde ihr Mann Helmut sehr krank und musste drei- bis viermal im Jahr in ein Krankenhaus in Husum, Kiel oder Hamburg. Das Ehepaar beschloss, aufs Festland zu ziehen, kaufte vorübergehend einen Bauernhof und ließ im Weiler Rodenäs ein kleines Friesenhaus bauen. Seitdem geht der Buchhändler in seinen Laden auf der Insel. Normalerweise nimmt er den Zug um 8:12 Uhr oder eins später. Während andere Fahrgäste die Ineffizienz des Zugverkehrs bemängeln, nimmt Schwarz es gelassen: „Da kann man viel Lärm machen, muss man aber nicht.“ Und die Handwerker, die nachmittags in den Zügen zum Festland sitzen, sind alle gut gelaunt.”

Ihre große Liebe zu Büchern und Büchern treibt die alte Dame auch zu ihrem Bücherregal. Aber ihre physischen Herzen werden langsam schwächer. Deshalb beschloss er, sein geliebtes Geld im Laufe der Jahre in kleine Hände zu legen, zwei Interessenten gibt es bereits. In 43 Jahren habe er „mehr Marketingbücher gelernt, als man anderswo lernen kann“. Und dabei geht es nicht nur ums Lesen: „Meine Klienten sind viel klüger als ich“, sagt Hildegard Steiner-Schwarz etwas tiefer.

Mittwoch, 24.01.2023, 09:49 Uhr

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