Warum Photovoltaik für Deutschland so wichtig ist

Zweite Welt für Photovoltaik

Warum neue Solarunternehmen wichtig für Deutschland sind

Arbeiter installieren Photovoltaikmodule auf dem Dach eines Wohnhauses.

Arbeiter installieren Photovoltaikmodule auf dem Dach eines Wohnhauses. (Symbolbild)

Frankfurt am Main. Nun hat das Thema auch das Außenministerium erreicht. Es sei wichtig, neue Solarfabriken in Europa zu finden, sagte Staatsministerin Anna Lührmann (Grüne) im Haus von Annalena Baerbock am Montag nach dem deutsch-französischen Treffen zum 60. Jahrestag des Élysée-Vertrags. Es öffnet jetzt die Tür in den Erneuerungssektor. Denn Manager und Wissenschaftler schlagen Alarm und warnen vor neuen Trusts.

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Lührmann erinnert daran, dass derzeit 80 Prozent aller Solaranlagen aus China bezogen werden. Besonders groß ist das Zehntel der Volksrepublik, wenn es um die Primärmärkte für kleine und große Solarkraftwerke geht. Dort werden mehr als 96 Prozent der sogenannten Wafer produziert. Lührmanns Appell richtete sich vor allem an seinen Abgeordnetenkollegen und Wirtschaftsminister Robert Habeck. Denn ohne Beiträge läuft nichts.

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Deutschland hat bei der Entwicklung der Photovoltaik eine wichtige Rolle gespielt. Viele wichtige Fachveranstaltungen werden vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) organisiert. Der frühe Solarboom wurde durch lokale Einspeisesysteme durch ein legales Zahlungsverfahren für jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom ermöglicht. Vor allem in Ostdeutschland sind Solarunternehmen aus dem Boden geschossen. Aber bald erkannte die chinesische Regierung das Potenzial und begann, Hersteller von Solartechnologie mit großen Subventionen zu unterstützen. Vor zehn Jahren konnten deutsche Hersteller nicht mehr mithalten, von der einst blühenden heimischen Solarindustrie war nicht mehr viel übrig.

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Sehr beliebt bei Eigenheimbesitzern

Inzwischen ist vielen Experten jedoch klar, dass die Photovoltaik zur Hauptenergiequelle der Weltwirtschaft werden wird. Deutschland will die Gesamtleistung seiner Solaranlagen in den nächsten rund 15 Jahren nur noch verdoppeln, um die Klimaziele erreichen zu können. Dazu muss auch die Expansionsgeschwindigkeit verdoppelt werden. Gleichzeitig besteht gerade bei Hausbesitzern eine beispiellose Nachfrage nach Solaranlagen fürs Dach, weil sie Sie vom teuren Strom aus der Leitung befreien.

Gleichzeitig warnen Manager und Wissenschaftler davor, bei der Photovoltaik einen ähnlichen Fehler zu machen wie beim russischen Gas. Laut ISE gibt es in Europa nur drei Unternehmen, die Ingots und Wafer herstellen. Barren entstehen, wenn aus Quarzsand Silizium geschmolzen wird, das Licht in elektrische Energie umwandeln kann. Blöcke oder Zylinder aus diesem Material werden in hauchdünne Scheiben (Wafer) geschnitten und dann zu Solarzellen und Modulen verarbeitet.

ISE-Chef Andreas Bett sagte dem Deutschen Redaktionsnetzwerk: „Die Produktion von Solarmodulen entlang der Wertschöpfungskette sollte in Europa sichergestellt werden, um neue Abhängigkeiten im Energiesektor zu vermeiden.“

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Etwas mehr als vier Dutzend Modulhersteller arbeiten noch am alten Rechner. Hoffnungsträger ist hier das Schweizer Unternehmen Meyer Burger, das in Freiberg (Sachsen) und Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) produziert und noch in diesem Jahr die Produktion ausbauen will – von Zellen und Modulen mit einer Gesamtleistung von 320 Megawatt auf bis zu 1200 Megawatt .

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Der Weltmarktführer verdoppelte seine Produktion

Doch Chinas Weltmarktführer Longi hat gerade angekündigt, ein neues Werk zu bauen, das Zellen mit einer Jahresleistung von 50.000 Megawatt produzieren soll. Auch Wafer mit 100.000 Megawatt müssen hergestellt werden. Und China ist nicht das einzige Land, das expandieren will. In der Branche macht sich die Befürchtung breit, dass das milliardenschwere Steuerförderprogramm der Biden-Administration auch Solarinvestoren anlocken wird.

Es wird nicht leicht sein, sich zu verstecken. Aber Bett warnt davor, sich zu verstopfen. Er betonte: „Um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten, sind auch staatliche Fördermaßnahmen notwendig. Beispielsweise ist die Produktion von Mineralien, Barren und Mineralien sehr energieintensiv und Investitionen in neue Produktionsanlagen riskant. Staatliche Unterstützung – etwa durch garantierte Strompreise – wird dringend benötigt. “

Er und seine Kollegen sind davon überzeugt, dass auf diese Weise die europäische PV-Produktion angekurbelt werden kann. Auf diese Weise werde die Energieabhängigkeit deutlich reduziert und gleichzeitig zusätzlicher wirtschaftlicher Wert und Arbeitsplätze geschaffen, so der ISE-Chef.

Gunter Erfurt, Chef von Meyer Burger, argumentiert ähnlich: Eine kurzfristige Industriepolitik, die die Produktion erneuerbarer Energien fördert, ist klug und dringend notwendig. Die europäische Fertigung sichert eine bezahlbare Energieversorgung, zudem zahlen Unternehmen Steuern. “Wenn sie sich woanders niederlassen, wird Europa am Ende zwei Dinge haben”, sagte Erfurt.

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