WMO: Wetterextreme haben 2022 Milliardenkosten verursacht | Freie Presse

Dürre, Überschwemmungen, Hitze – Millionen Menschen sind in diesem Jahr von Extremwetter betroffen. Übersteigt die globale Erwärmung 1,5 Grad, besteht die Gefahr, dass gefährliche Kipppunkte überschritten werden.

Genf.

Laut der Weltwetterorganisation (WMO) haben Extremwetterereignisse in diesem Jahr Millionen von Menschen getroffen und Milliarden gekostet. Laut dem am Sonntag veröffentlichten Bericht „State of the Climate“ der WMO waren bis Mitte des Jahres bis zu 19,3 Millionen Menschen in Ostafrika von unsicherem oder unzureichendem Zugang zu Nahrungsmitteln aufgrund extrem anhaltender Dürren betroffen. Überschwemmungen in Pakistan Ende des Sommers forderten mindestens 1.700 Todesopfer und vertrieben fast acht Millionen Menschen.

Auch Lesen :  Apple Watch Series 7 jetzt im Black Friday-Deal: Bei Amazon bekommt ihr die Uhr jetzt günstiger

Laut Weltwetterorganisation waren die vergangenen acht Jahre die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Die globale Durchschnittstemperatur wurde kürzlich auf etwa 1,15 Grad über dem vorindustriellen Durchschnitt geschätzt. Das Wetterphänomen La Niña habe die Temperaturen leicht gesenkt, sodass 2022 laut Bericht nur als fünf- oder sechstwärmstes Jahr in die Statistik eingehen werde. Allerdings ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein neues Hitzerekordjahr gemessen wird.

Auch Lesen :  Bamberg: Dr. Dorothea Taube erhält den Bayerischen Kulturpreis 2022 der Bayernwerk AG

Laut WMO erreichte die Konzentration der wichtigsten Treibhausgase – Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) – im Jahr 2021 einen neuen Höchststand, bei Methan war der Anstieg noch größer als je zuvor. Die Konzentration aller drei Gase in der Atmosphäre ist im laufenden Jahr weiter gestiegen. „Wir haben so hohe Kohlendioxidwerte in der Atmosphäre, dass das 1,5-Grad-Ziel kaum noch erreichbar ist“, sagte Generalsekretär Petteri Taalas. Je höher die Erderwärmung, desto schlimmer die Folgen.

Auch Lesen :  Lichtblick in der Krise: Kerzen-Nachfrage boomt seit Jahren | Freie Presse

Laut Klimaforschern muss die Erderwärmung bei 1,5 Grad gestoppt werden, um gefährliche Kipppunkte nicht zu überschreiten und die katastrophalsten Folgen des Klimawandels abzuwenden. Die internationale Gemeinschaft hat sich auf dieses Ziel geeinigt, tut aber noch lange nicht genug für seine politische Umsetzung. (dpa)

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button